Optimales Lesen - Wie sie sich mehr Wissen aus Büchern merken können

Posted on in Optimieren by Christian Strang

Kurz und knapp:
- Wie man ein Buch effizienter liest
- Warum Textmarker und Unterstreichungen nichts bringen
- Welche einfachen Möglichkeiten gibt es, Informationen für später festzuhalten
- Warum es Zeitverschwendung ist, Bücher auf traditionelle Art und Weise zu lesen
- Wie man ein ganzes Buch auf max. 2 DIN A4 Seiten zusammenfasst

Ich bin ein Mensch der bevorzugt Anwendungsbücher liest, nicht das ich was gegen Romane oder Thriller einzuwenden hätte, aber ich kann nicht anders als mir ständig neues Wissen anzueignen oder mein bestehendes Wissen zu vertiefen. Anfangs las ich ein Buch auf traditionelle Art, einfach von vorne nach hinten durch, und ich konnte froh sein wenn mir ein Bruchteil der entscheidenden Fakten im Kopf geblieben waren. Als ich realisierte was für eine Zeitverschwendung diese Lesart war, beschloss ich nie wieder ein Buch auf traditionelle Art zu lesen und entwickelte Methoden um das Wissen eines Buches optimal zu speichern.

Verwendung von Post-ITs

Sie kennen die kleinen gelben Zettel, die man überall hin kleben kann und die mehr oder weniger wichtige Informationen beinhalten. Gerade für ein optimiertes Lesen lohnt sich der Einsatz von Post-Its. Wenn man ein Kapitel abgeschlossen hat, vermerkt man auf diesem die wichtigsten Fakten und rekapituliert somit das Gelesene nochmals. Da die Größe der gelben Zettel beschränkt ist, muss man auch wirklich das Wichtigste aus diesem Kapitel heraus filtern, gerade genug damit sie später keine riesige Menge an Informationen angehäuft haben. Alternativ empfiehlt sich auch ein Wander-Post-It, dieses enthält von Seite zu Seite die wichtigsten Fakten und bleibt erst auf einer Seite “hängen” wenn es vollgeschrieben ist. Bei dieser Methode muss man sich aber selbst immer kontrollieren, das man nicht zuviele Dinge aufschreibt.
Von Markierungen/Unterstreichungen halte ich nichts, denn unterstreichen geht schnell und macht keine Mühe, deswegen filtert man nicht so gerne, wenn man aber selbst schreiben muss, versucht man automatisch zu kürzen, da man schliesslich jedes eigene Wort selber schreiben muss und das Mühe macht

Den Titel sprechen lassen - was wird mir der Autor mitteilen

Mit dem Titel ist hier nicht der Titel des Buches gemeint, sondern die Überschriften einzelner Kapitel und Abschnitte. Bevor man sich an den Inhalt des Kapitels macht, sollte man sich die Überschrift durch den Kopf gehen lassen und überlegen was der Autor mir im folgenden beibringen und erklären will. Welche Erwartungen stelle ich an dieses Kapitel, welche meiner Fragen werden mir darin beantwortet. Dies ist auch nützlich bei der Bewertung eines Buches, somit “fordern” wir vom Autor Information und lassen uns nicht einfach nur beliefern. Wir fordern in dem Kapitel diese und jene Information, wird sie uns nicht geliefert, vermerken wir dies mit einem roten Post-It oder einer anderen auffälligen Markierung.

Den Titel des Buches als solches würde ich nicht für Bewertungskriterien nutzen, denn schliesslich ist es ein Ding der Unmöglichkeit, seinen Lesern anhand eines Satzes die Fülle und Aussagekraft des ganzen Buches zu vermitteln. Als Beispiel: Die ganze Aussagekraft des Titels “Die Entscheidung liegt bei dir” von Reinhard K. Sprenger erschliesst sich einem erst nach ein paar Kapiteln, vorher kann man mit diesem Titel wenig anfangen.

Stellen sie also über jedes Kapitel Vermutungen an und sagen sie voraus was kommen kann, was sie erwarten und welche Informationen sie wünschen, vermittelt zu bekommen.

Nutzen sie Farben

Post-Its gibt es nicht nur in gelb, sondern auch in vielen anderen Farben, nutzen sie diese Möglichkeit um nicht nur eine Kapitel-Zusammenfassung zu schreiben, sondern zum Beispiel ihren Wunsch nach Vertiefung mit der Farbe Blau darzustellen. Somit können sie am Ende des Buches nochmal nachschauen wozu sie noch weitere Informationen benötigen und müssen während des Lesens nicht zwischen unterschiedlichen Büchern hin- und her wechseln.

Die Bewertung

Eine Bewertung hat den Vorteil, das sie dort nicht nur ihre Meinung und eine Wertung (Note) zu dem gelesenen Buch abgeben, sondern gleichzeitig auch noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Schlüsselelemente erhalten. Wenn sie nach Monaten oder gar Jahren den Inhalt des Buches nochmal verinnerlichen möchten, reicht es nun ihre Zusammenfassung zu lesen. Daher ist diese auch auf maximal 2 DIN A4 Seiten beschränkt. Somit werden sie gezwungen sein nur die wichtigsten Fakten aufzulisten, gerade soviel das sie es sich leicht merken können.

Anfangs macht man den Fehler, trotz der Post-Its, zuviele Informationen festzuhalten und das Buch mit gelben (oder anders farbigen) Zetteln zu überfüllen - das ist anfangs ganz normal. Übung macht hier den Meister und wenn sie zum Abschluss ihre Bewertung zum Buch schreiben (die max. 2 DIN A4 Seiten) und damit die Schlüsselfakten auflisten, werden sie automatisch nochmals filtern müssen und von alleine sehen, welche Zettel noch im Papierkorb verschwinden.

Ich hoffe ich konnte sie dazu motivieren nun auch optimierter zu lesen, sie werden mit diesen Tipps einen wirklichen Mehrwert für sich schaffen. Denken sie daran, es ist ihre Zeit die sie beim Lesen investieren und sie wollen natürlich auch einen Wert für ihre investierte Zeit haben. Ich wünsche ihnen viel Erfolg.

Optimieren, lesen

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2 Responses to 'Optimales Lesen - Wie sie sich mehr Wissen aus Büchern merken können'

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  1. on April 29th, 2006 at 16:07

    […] Mit offenen Augen durch die Welt gehen und immer einen Zettel für Notizen zur Hand haben. Gerade Bücher sind wahre Ideenquellen und man sollte darin immer mit ein paar kleinen Post-Its seine Ideen festhalten (siehe hierzu: Optimales Lesen - Wie sie sich mehr Wissen aus Büchern merken können) […]


  2. on October 31st, 2007 at 23:43

    […] Mit offenen Augen durch die Welt gehen und immer einen Zettel für Notizen zur Hand haben. Gerade Bücher sind wahre Ideenquellen und man sollte darin immer mit ein paar kleinen Post-Its seine Ideen festhalten (siehe hierzu: Optimales Lesen - Wie sie sich mehr Wissen aus Büchern merken können) […]

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