Motivation finden wo keine ist

Posted on in Motivation by Christian Strang

Es fällt uns leicht uns für Dinge zu motivieren, die uns wirklich interessieren. Dies kann der wöchentliche Gang ins Fußballstadion sein, um unsere Mannschaft anzufeuern, die entspannende Runde in der Kneipe mit seinen Freunden, oder das abendliche Buch was uns hilft einzuschlafen. Für Dinge die wir gerne machen, braucht es keinen Motivationsschub, doch was ist mit den Dingen die wir nur ungern erledigen, und was ist mit den Dingen, wo wir keinen Nutzen für uns sehen, wenn wir sie erledigen?

Der Mensch ist ein Wesen dessen Handlungen durch Motivation angetrieben werden. Sei es die tägliche Nahrungsaufnahme bei der die Motivation “Beseitigung des Hungers” ist oder der Weg zur Arbeit der uns gleich mit mehreren Motivationen leichter fällt: “Geld verdienen”, “weil man seine Arbeit gerne erledigt”, “Abwechslung im Alltag” usw. Umso größer die Motivation, desto leichter fällt uns unser handeln, doch was machen wir mit Aufgaben, bei der wir keine Motivation finden können, weil sie erstmal offensichtlich keinen Vorteil für uns bringt? Die einfache Antwort: nach einem Vorteil suchen.

Es gibt in der Regel keine Aufgaben die wir erledigen müssen, bei der sich keine Motivation finden läßt, wir müssen nur gründlich danach suchen. Viele Aufgaben haben in erster Instanz keinen Vorteil für uns, als Beispiel wähle ich mal die Plumpe Inspektion des eigenen Kraftfahrzeugs oder die Vorsorge-Untersuchung beim Arzt. Die Motivation sich extra freizunehmen und zum Arzt zu gehen und das obwohl man sich kerngesund fühlt, kostet Überwindung, wenn man sich aber nun in zweiter Instanz klarmacht, dass diese Untersuchung etwas zu Tage fördert was wir sonst erst in ein paar Monaten durch Schmerzen bemerkt hätten, dann sieht es schon wieder ganz anders aus. Die Gesundheit ist gerade aus diesem Grund etwas das der Mensch gerne vernachlässigt, obwohl es doch unser kostbarstes Gut ist.

Eine andere Sache ist es, wenn wir einem wildfremden Menschen auf der Strasse helfen einen Reifen zu wechseln oder einer alten Frau beim tragen ihrer Einkaufstaschen. In erster Instanz ergibt sich daraus für uns kein Vorteil, doch unterbewußt wissen wir das wir durch diese Hilfe ein besserer Mensch werden und das gibt uns ein gutes Gefühl was unseren Tag verschönert.

Popularity: 92%

13 Responses to 'Motivation finden wo keine ist'

Subscribe to comments with RSS or TrackBack to 'Motivation finden wo keine ist'.

  1. Fant said,

    on June 10th, 2007 at 21:49

    Es gäbe noch eine denkbare Moglichkeit Motivation aufzubauen.
    Gegeben der Fall es läge in der menschlichen Natur erstmal alles interessant zu finden (also eine allgegenwärtige Grundmotivation) könnte man auch versuchen alle Faktoren die das was man mit motivation tun will negativieren oder blockieren irgendwie zu eliminieren (verdrängen oder eine art “vergessen”), dann müsste dadurch die entsprechende Motivation auch erhöht werden…. ;)

  2. Christian said,

    on June 10th, 2007 at 23:25

    Das wäre sicherlich auch eine Möglichkeit und ich denke das macht jeder Mensch auch unterbewußt hin- und wieder, denn manchmal fühlt man sich schlecht oder denkt zumindest das man sich schlecht fühlen sollte, man weiß aber nicht mehr warum, vielleicht trifft es genau das :)

  3. Rainer said,

    on May 3rd, 2009 at 17:50

    Dein Beitrag liefert für mich gute Denkansätze. Allerdings frage ich mich immer mehr, warum wir eigentlich motiviert sein wollen/sollen?! Das Buch “Mythos Motivation - Wege aus einer Sackgasse” von Reinhard K. Sprenger hat in dieser Hinsicht meine Ansichten sehr verändert.

    LG
    Rainer

  4. Theo said,

    on May 14th, 2009 at 10:15

    Meiner Ansicht nach macht die Menge das Gift, ein wenig mehr Motivation schadet sicher nicht. Zu viel und aus Motivation wird Druck.

    Gruß Theo

  5. Nadine said,

    on July 9th, 2009 at 21:39

    “Wirkungskette: Weg der Selbstmotivation

    Wert · Ziel · Priorität · Verhalten
    Die meisten Leadership-Trainings fokussieren auf das falsche Ende der Wirkungskette. Sie sind darauf angelegt, das Verhalten zu beeinflussen, sei es als Supervisor, als Teamchef oder als Champion. Das Verhalten ist jedoch nur ein Produkt und ein Resultat von Prioritäten. Sie sind das letzte und sichtbare Glied der Kette. Die Prioritäten werden in Übereinstimmung mit individuellen Zielen gesetzt, die ihre Wurzeln wiederum in persönlichen Werten haben. Einige Autoren benützen die Begriffe «Vision» oder «Prinzip» für diesen Ausgangspunkt in der Wirkungskette. Wir sehen somit, dass diese Kette in beiden Richtungen spielt.”

    den ganzen Artikel von Dr.Marchand unter
    http://www.hallo-chef.de/denkanstoesse.php5?HCSID=3804da75c81475f0d62569a1017f1c68

  6. alexander said,

    on September 24th, 2009 at 12:52

    Motivation kommt von Motiv

    Als bekennender Prokrastinierer weiß ich, wie schwer es sein kann sich zu etwas aufzuraffen. Ich habe aber festgestellt, dass sich (fast) alles einfacher erledigen läßt, wenn ich eine Verbindung zwischen der zu erledigenden Aufgabe und meinen inneren Leitmotiven herstelle. Eines meiner Motive ist z. B. “Neue-Sachen-lernen”. Wenn ich dann in der Arbeit ein Aufgabe habe - sagen wir z. B. einen Projekt-Plan erstellen - lenke ich meine Aufmerksamkeit darauf, was ich dabei Neues lernen kann und was sich daraus für mich persönlich schöpfen läßt. Das geht meistens ganz gut und bewahrt mich davor
    stundenlang im www rumzusurfen.

    Gruß, Alexander

  7. Volker said,

    on February 2nd, 2010 at 13:43

    Wenn man bedenkt, dass Motivation nichts anderes ist, als der Drang, seine Bedürfnisse zu befriedigen, wird vieles klarer.
    Es nützt nichts, sich selbst etwas vorzumachen, denn unsere befriedigten / unbefriedigten Bedürfnisse bestimmen unser unbewusstes Handeln und Verhalten.mit großer Macht.

  8. tanja said,

    on August 12th, 2010 at 20:19

    Wie Alighieri sagte: “Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken”

    http://www.1anzeigen.de/zitate-zum-thema-motivation-_7_1.html

  9. Claus Hampel said,

    on November 25th, 2010 at 23:07

    Motivation hat was mit Motiv zu tun und mit einem Ziel.Was will ich denn erreichen.
    Je klarer meine Ziele sind, desto mehr Motivation hab ich.
    Motiviert bin ich, wenn ich in der richtigen Reihenfolge Dinge erledigen:
    Erst der Gedanke, dann das Gefühl und dann die Entscheidung

  10. richard said,

    on July 11th, 2011 at 16:59

    Denken, Fühlen und dann entscheiden
    welchen Weg ich nehmen will,
    mit wem ich das tun will,
    wofür ich es tun will
    welchen Sinne es für mich macht
    will ich weg von etwas oder hin zu etwas

    oder die Frage: Angenommen ich habe das getan, welche Erkenntnisse habe ich dann daraus gewonnen

    oder:tu mal so als ob und dann die Stufen der “Neuro-Logischen-Ebenen” aus dem NLP benutzen.. mehr Infos unter www.nlp-infos.de

  11. Maren said,

    on August 9th, 2011 at 20:42

    Ich bin zwar auch der Meinung, dass Motivation etwas mit Zielen und Bedürfnissen zu tun hat, aber ich denke auch, dass es Dinge im Leben gibt, die man tun muss, auch wenn sie gerade keinem wirklichen Ziel entsprechen sondern “sich halt so gehören” oder vom Chef “aufgetischt werden”. Deshalb finde ich die Idee auch bei langweiligen Dingen nach der positiven Seite zu suchen sehr interessant und durchaus lohnenswert! Zumindest kann man damit seine intrinsische Motivation anfachen, wenn gerade keine extrinsische zur Verfügung steht ;-)

    Liebe Grüße,
    Maren


  12. on November 1st, 2011 at 08:52

    Jede echte, weil dauerhafte, Motivation kommt von innen. Jeder kennt das sicher aus eigener Erfahrung, wir wollen selbstbestimmt unseren Weg gehen. Das Feuer, das in uns brennt, will angefacht und belebt bleiben. Daher ist es die wichtigste Aufgabe unseres Lebens, dieses Feuer zu entdecken und zu verfolgen.

    Das führt dann auch zu einem befriedigenden Leben, denn wenn ich Dinge tue, die meinen persönlichsten Bedürfnissen entsprechen, dann bin ich ganz ich selbst.

    Meine Bedürfnisse kommen aus allen Ebenen, von innen, von aussen, aus der Vergangenheit und aus zukünftigen Plänen. Diese unglaubliche Vielfalt ist spannend und macht jedes Leben zu einer einzigartigen Reise.

    Ist das nicht aufregend und höchst motivierend?

    Ich finde von ganzem Herzen: ja!

    Liebe Grüße Jürgen


  13. on February 3rd, 2012 at 08:57

    Deinen Rat finde ich gut. Motivation suchen, wo keine ist. Und einen guten Grund findet man gerade für etwas, was man tun muss.Arbeiten, um zu überleben, Sport, um gesund und beweglich zu bleiben. usw.

Leave a comment

Papula