Allrounder vs. Experte

Posted on in Spezialisierung by Christian Strang

Früher oder später stellt man sich die Frage, hat man mehr Chancen als Allrounder oder als Experte? Welchen Weg soll man einschlagen und womit hat man später auf dem Arbeitsmarkt die größten Chancen auf einen Beruf.

Was ist ein Allrounder

Ein Allrounder ist jemand der viele Dinge kann und versteht, aber meist nur oberflächlich. Er beschäftigt sich immer wieder mit neuen Möglichkeiten und erweitert so beständig seinen Horizont. Jeder von uns war mal ein Allrounder, erinnern sie sich zurück an ihre Kindheit: Sicher hatten sie nicht nur ein Hobby, sondern mehrere welche ihre Eltern finanziell unterstützt haben. Die meisten davon sind nur so eine Laune von uns, unser kindlicher Trieb die Welt kennenzulernen und mit ihr die Möglichkeiten. Dadurch stellen wir selbst fest was uns Spass macht und motiviert, welche Aktivitäten wir in unser tägliches Leben integrieren wollen, oder welche wir selektieren und mit denen wir dann nie wieder etwas zu tun haben. Ein Allrounder ist also ein neugieriger und interessierter Mensch, der die Welt für sich besser verstehen will, der aber auf eine gewiße Art und Weise auch noch suchend ist.

Was ist ein Experte

Ein Experte ist jemand der ein Nischenthema absolut beherrscht, er ist DER Ansprechpartner wenn man fragen zu seinem Gebiet hat. Der Weg zum Experten ist ein langer und man muss sich nahezu täglich mit seinem Gebiet auseinandersetzen, um einerseits auf dem Laufenden zu bleiben und andererseits jeden Winkel des Experten-Themas zu beherrschen. Eins zeichnet den Experten noch aus: Er zieht keine Grenze zwischen seinem Gebiet und denen die leicht überlappen, sondern versteht die Zusammenhänge. Man kann sagen ein Experte atmet sein Thema und für ihn ist es mehr eine Leidenschaft als eine Arbeit.

Wer wird in der Wirtschaft bevorzugt

Die Frage stellt sich zwangsläufig und ist leicht zu beantworten: der Experte. Betrachten wir unsere Natur etwas näher stellen wir schnell fest, das nur Individuen bestehen konnten, die sich eine Nische suchen in der sie alleine sind und keine Konkurrenz haben. Diese Nische füllen sie dann aus und es ist sehr schwer für Konkurrenten sich in diese Nische zu drängen, was zwangläufig zu einer Verdrägung führen würde. Das Konzept des Experten hat sich also in der Natur bewährt und unsere Wirtschaft arbeitet ähnlich: Auch dort herrscht Druck durch Konkurrenzkampf, wenn man sich nicht auf eine Nische spezialisiert und sich dort auch behaupten kann, wird man zwangsläufig von der Konkurrenz verdrängt.

Die Spezialisierung sieht man auch anhand des Menschen, während wir vor 8000 Jahre noch ein wildes Tier jagen, töten und “zubereiten” konnten, ist dies heute nicht mehr nötig. Die Aufzucht übernimmt der Bauer, das “töten” der Fleischer und zubereitet wird es vom Metzger (oder ebenfalls vom Fleischer). Es gibt klare Klassifikationen und Zuordnungen, so funktioniert unsere Wirtschaft. Ist zum Beispiel eine Stelle für einen Bäcker frei, so wird diese sicherlich auch nur von einem spezialisierten Bäcker ausgefüllt und nicht mit einem der mal Metzger, Bäcker, Schreiner und Mechaniker nebenher gemacht hat.

Der “Job” soll halt gut ausgeführt werden, deshalb bevorzugt man Experten auf ihrem Gebiet. Es ist nicht nötig noch zusätzlich Mechaniker oder Dachdecker zu sein und dies ist das Problem von Allroundern, ihre Fähigkeiten werden zum Großteil nicht benötigt. Die Zeit, die sie also in das Erlernen ihrer vielen Fähigkeiten gesteckt haben, ist nahezu verschwendet, denn für diesen speziellen Job werden 95% ihrer zusätzlichen Fähigkeiten nicht benötigt.

Mehr Geld durch Spezialisierung

Die Rechnung ist einfach, umso spezieller man auf seinem Gebiet ist, desto mehr Geld bekommt man. Ein Arzt wird sicherlich nicht so gut bezahlt wie ein Gehirnchirurg, denn bei wem würden sie sich bei einem Gehirnschaden eher unters Messer legen, bei einem “normalen” Arzt oder eben bei besagtem Gehirnchirurg - die Antwort dürfte klar sein. Man könnte auch sagen das Experten Qualität liefern und Qualität ist immer teurer als Quantität.

Der optimale Weg

Genießen sie das Experten-Sein mit Vorsicht, schotten sie sich nicht zu sehr ab, sondern seien sie offen für neue Ideen, denken sie zumindest darüber nach. In der Natur hat es sich bewährt, anpassungsfähig zu sein (ich glaube die Kakerlake ist der Überlebenskünstler schlechthin), sollten sie aus ihrer Nische gedrängt werden, sei es aufgrund der starken Konkurrenz oder weil ihre Nische schlichtweg zerstört wurde (wären sie damals Schmied gewesen und hätten Schwerter hergestellt, wäre ihre Nische durch die Entdeckung des Schiesspulvers zerstört worden), können sie bei hoher Anpassungsfähigkeit auf einen anderen Bereich ausweichen.

Der Allrounder ist jemand der suchend ist, während der Experte sich auf seinem Gebiet schon eingefunden hat. Als Experte sollte man die Augen nach neuen interessanten Möglichkeiten und Alternativen offen halten, um die eigene Überlebenschance in der freien Wirtschaft zu erhöhen.

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Die goldene Stunde

Posted on in Erfolg, Persönlichkeitsentwicklung by Christian Strang

Nutzen sie ihren Tag auch schon optimal? Sie erreichen was sie wollen und behalten ihre Ziele im Auge, mit konsequenter Arbeit bringen sie sich täglich voran. Doch entwickeln sie sich auch weiter oder halten sie an ihrem bisher erlernte Fähigkeiten fest? Für unseren Erfolg und unsere Wettbewerbsfähigkeit ist es essentiell, das wir uns beständig neuen Dingen widmen, nicht nur das wir dadurch Neues erlernen, wir verstärken auch unser bisher Erlerntes.

Wer sich jeden Tag eine Stunde Zeit nimmt, um sich mit Dingen zu beschäftigen, die sonst nicht seinem üblichen Tagesablauf angehören, der wird seine Fähigkeiten kontinuierlich verbessern und beständig wettbwerbsfähig bleiben. Wie sie sich einen Zeitraum für die wichtigste Stunde am Tag reservieren und interessante Themen zur Fortbildung finden erfahren sie in diesem Artikel.

Passt das überhaupt noch rein?

Eine entscheidende Frage die sie sich stellen sollten, haben sie überhaupt genug Zeit, um sich täglich fortzubilden? Wir sind neuen
Dingen oft sehr unflexibel gegenüber eingestellt, denn wenn wir dafür Zeit opfern, bleibt an anderer Stelle weniger Zeit übrig, demnach leiden ihre anderen Projekte und ausserdem kommen sie gerade so gut mit ihrem Zeitplan aus, richtig? Das mag durchaus ein, aber überlegen sie sich wieviel ihre Zeit wert ist und versuchen sie zu verstehen, wieviel diese eine Stunde wert ist und wert sein wird. Vielleicht entdecken sie einen neuen Bereich der ihnen Spass macht, den sie gut beherrschen, ja sogar geradezu verinnerlichen. Denken sie nicht auch das ihnen so ein Bereich Erfolg und Zufriedenheit bringen wird. Vielleicht sind sie in ihrem jetzigen Beruf falsch und wissen es nur noch nicht. Vielleicht finden sie in einem anderen Bereich ihr Lebensglück und die totale Zufriedenheit, wollen sie riskieren dies zu verpassen? Und wenn es nicht so ist, so haben sie doch wenigstens ihren Horizont erweitert, sie lernen neue Dinge kennen und verstehen die Zusammenhänge von anderen Bereichen auch besser. Wissen ist niemals schlecht!

Die goldene Stunde

Wann soll ihre goldene Stunde sein? Ich empfehle ihnen zwei mögliche Zeiten, entweder in der Mitte ihres Tagesablaufs, quasi als Break zu ihren anderen Aktivitäten, oder als letzte Aktivität an diesem Tag, eine Stunde vor dem Schlafen gehen. Der Vorteil der ersten Möglichkeit, also als Break, liegt darin das sie so schon einen Teil ihrer Arbeit erledigt haben und sich mit ruhigem Gewissen ihrer Fortbildung widmen können. Ausserdem erhalten sie so etwas Abstand von ihrer Arbeit, was sie so mitunter nach dem Break wieder produktiver arbeiten läßt. Der Zeitpunkt am Abend, vor dem schlafen, hat den Vorteil das sie ihren Tag schon hinter sich lassen können und so ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Fortbildung lenken können. Zudem haben sie am Abend immernoch einen Puffer und können ihre Weiterbildung so auch ausdehnen. Welchen Zeitpunkt sie wählen hängt ganz von ihren Anforderungen ab, je nach Lebenssituation ergeben sich andere Möglichkeiten.

Was kann ich und was werde ich können

Sie haben sich für die Weiterbildung entschieden? Gute Wahl, nun geht es an die Themenfindung. Ich habe hier mal drei Ansätze zusammengestellt, mit denen jeder etwas für sich finden sollte:

  1. Wahlloses Thema und Anwendungsbücher - Gehen sie in eine größere Bücherei und suchen sie sich ein Anwendungsbuch aus, das Thema ist beliebig, ob sie nun “besser kochen” nehmen, oder “wie bastel ich mir einen Roboter” ist völlig frei, doch halten sie sich fern von praxisarmen Büchern, sie sollten das theoretische Wissen aufjedenfall auch anwenden.
  2. Alles was sie wollen - Kramen sie in ihren Erinnerungen, sicherlich wollten sie schon immer mal dieses oder jenes probieren und kennenlernen, “wie ist es am eigenen Auto rumzuschrauben” oder “einen Tisch zu basteln”. Schränken sie sich nicht ein, sondern legen sie los, niemand wird sie kritisieren bei dem was sie machen, das ist ihre goldene Stunde!
  3. Etwas völlig fremdes - Suchen sie ein Thema welches ihnen völlig fremd ist, welches nichts mit ihrer jetzigen Tätigkeit auch nur im geringsten zu tun hat.

Sollten sie wiedererwarten auf Anhieb nichts finden was sie interessiert, dann beobachten sie sich einen Tag lang, früher oder später wird ihnen der Gedanke kommen “das würde ich gerne können” oder “das hört sich interessant an”, dann sollten sie zuschlagen und nicht lange überlegen, einfach machen!

Wann sie nun ihre Fortbildung betreiben und welche Themen sie wählen hängt ganz von ihnen ab, aber nehmen sie sich nicht selbst die Chance auf eine erfolgreicheres Leben, wenn sie jeden Tag eine Stunde an ihren Fähigkeiten arbeiten und neue Dinge dazulernen, werden sie schon nach wenigen Wochen ein enormes Repoireure an neuen Fähigkeiten beherrschen, Fähigkeiten die sie die Konkurrenz in den Schatten stellen läßt.

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Ziel-Visualisierungen - mehr Erfolg und Motivation mit konkreten Zielen

Posted on in Motivation, Erfolg, Erhöhung der Zielstrebigkeit by Christian Strang

Wir alle brauchen Ziele in unserem Leben, sie sind unsere Motivation Dinge zu tun, die wir sonst vermutlich nicht tun würden. Was hält uns davon ab morgens einfach im Bett liegenzubleiben? Neben dem kurzfristigen Ziel wie zum Beispiel “das Frühstück” würde uns spätestens das mittelfristige Ziel “den Job nicht verlieren” aufzwingen. Langfristige Ziele wie zum Beispiel “das eigene Haus” oder “die Jacht am paradisischen Strand” sind Ziele die uns in diesem Moment nicht in den Sinn kommen, dabei haben sie das größte Potential uns zu motivieren. Ich zeige in diesem Artikel, die unterschiedlichen Wirkungen von kurz- mittel- und langfristigen Ziele und wie sie mit konkreten Zielvisualisierungen diese optimal für ihre Motivation nutzen.

Vorweg - Warum Motivation

Motvation ist nicht nötig um eine Aufgabe zu erfüllen, aber Motivation hilft uns diese Aufgabe einfacher und erfolgreicher zu lösen. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Sport - für viele mag es eine Qual sein, die nicht unbedingt sein muss, lernen wir allerdings die Vorteile und Möglichkeiten von täglichem Sport kennen - schlankere Figur und generell mehr Energie - dann sind wir motiviert und arbeiten an uns (viele scheitern dennoch da sie nicht schnell genug Erfolge sehen und konsequente Motivation hängt immer stark mit Erfolg zusammen).
Also, um uns zu motivieren brauchen wir Ziele, am besten Ziele aus allen drei Bereichen: kurz-, mittel- und langfristige Ziele.

Kurzfristige Ziele

Kurzfristige Ziele sind für den schnellen Motivationsschub die am stärksten wirkenden, allerdings auch die die am schnellsten wieder verpuffen. Ausserdem sind sie für die menschliche Psyche sehr verträglich, da man innerhalb kürzester Zeit sein Erfolgserlebnis hat und somit seine verdienten, und die Motivation-fördernden, Glückshormone bekommt. Der Verkauf eines Produkts könnte so ein kurzfristiges Ziel sein, natürlich abhängig davon, wie sehr der vorhergehende Aufwand war. Der Verkauf ist ein Erfolgserlebnis und motiviert, bringt einen aber nicht unbedingt näher an seine größeren Ziele. Wenn die kurzfristigen Ziele Mittel zum Zweck sind, um die mittelfristigen Ziele zu erreichen, ist dies ein doppelt positiver Effekt. Erstens man erhält für den Augenblick den Erfolg und zweitens bringt man sich näher an seine größeren Ziele.

Mittelfristige Ziele

Mittelfristige Ziele könnten zum Beispiel der Aufstieg im Job sein. Dazu sind mehrere kleine Ziele nötig, als würde man Treppenstufe um Treppenstufe nehmen, um eine höhere Etage zu erreichen. Mittelfristige Ziele sind unsere Feedback-Punkte, sie zeigen uns wo wir nun sind, was wir dafür machen mussten und vorallem was wir nun erreicht haben. An der dort freigesetzten Motivation können wir uns noch lange laben, ausserdem bekommen wir durch sie ein positives Feedback darüber, was wir mit kontinuierlicher Arbeit erreichen können. Erreichte Ziele erweitern auch unseren Möglichkeiten-Horizont, wir schrecken weniger vor mittelfristigen Zielen zurück und nehmen sie optimistischer in Angriff - ein sich selbst verstärkender Effekt, umso mehr Ziele sie erfolgreich erreicht und abgehakt haben, desto einfacher fallen ihnen die Künftigen.

Langfristige Ziele

Langfristige Ziele bedeuten viel Arbeit, kontinierliche Arbeit und ständige Motivation. Sie dürfen ihr großes Ziel nicht aus den Augen verlieren und dies schaffen sie, indem sie es in kleinere Ziele aufsplitten, die zum Erfolg des Gesamtprojekts beitragen. Große Ziele
sind nicht motivierend, sie beflügeln uns zwar bei einem Erfolg, aber der Weg dorthin ist lang und will erstmal gemeistert werden. Erleichtern sie sich selbst die Arbeit und entlasten sie ihren Körper, indem sie ihr großes Ziel in überschaubare Happen aufteilen, so erhalten sie kontinuierlich die nötige Motivation durch erfüllen der kleinen Ziele.

Konkrete Ziel-Visualisierung

Wenn sie es nicht ohnehin schon getan haben, fangen sie an ihre Ziele zu konkretisieren. Sie müssen wissen was sie wollen und wie sie es bekommen, sprich was sie machen müssen, um es zu bekommen. Langrfistige Ziele zu erreichen, heißt Konsequenz und kontinuierliches Arbeiten. Sie müssen lernen kleine Erfolge zu erkennen, bei einem langfristigen Ziel handelt es sich meist um große Dinge, die man mit einem kurzen Satz beschreiben: “Ich will mit meiner Jacht vor einem paradiesischen Traumstrand vor Anker liegen”. In diesen Fällen ist es schwer kleine Ziele hervorzuheben, denn entweder liegen sie mit ihrer Jacht vor Anker, oder eben nicht. Deshalb müssen sie lernen zu splitten und zu erkennen welche Elemente sie näher an ihr Ziel tragen. Splitten sie ihr langfristiges Ziel in mittel- und kurzfristige Ziele auf, sonst müssen sie auf ihr Erfolgserlebnis lange warten und verlieren mitunter die Motivation.
Halten sie sich ihre Ziele immer vor Augen, gerade die Großen brauchen unsere ständige Aufmerksamkeit. Malen sie sich ihre Lebenssituation im Kopf aus, wie sieht ihr Leben aus wenn sie ihr großes Ziel erreicht haben, stellen sie sich dies in Gedanken vor. Umso detaillierter sie sich den Erfolg ausmalen, desto stärker werden sie sich motivieren können und umso leichter wird ihnen die Arbeit fallen. Wer also erfolgreich sein will muss sich seine Ziele vor Augen führen und über kleinere Etappen ständig neue Erfolge feiern.

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Die Angst vor Veränderung

Posted on in Glück, Zufriedenheit, Persönlichkeitsentwicklung by Christian Strang

Viele Menschen bleiben ihr Leben lang in der selben Umgebung, im selben Beruf und unter den selben Menschen. Sie scheuen sich vor Veränderungen und haben Angst ihre Sicherheit zu verlieren, sie haben Angst etwas neues zu probieren und nehmen sich so die Möglichkeit ihren Horizont zu erweitern. Dabei zeigt die Erfahrung, das diese Menschen auf Dauer im unglücklicher werden, ihren Horizont und Aktivitäten sogar noch weiter einschränken und somit ihr Leben unweigerlich langweilig wird.

Die Bedürfnis-Pyramide

Anhand der Bedürfnis-Pyramide kann man erkennen, das jeder Mensch im Grunde gleich ist, die Unterschiede finden sich in den Bedürfnissen und in der Priorität. Dem einen kann Macht und Ansehen (Stufe 4) wichtig sein, während wieder ein anderer viel glücklicher damit ist eine Familie aufzubauen, sie zu ernähren und mit seinen Kindern zu spielen.

Stufe 5 – Selbstentfaltung, Religion, Sinnfindung, Wissenserwerb
Stufe 4 – Wertschätzung, Bewunderung, Selbstvertrauen, Anerkennung
Stufe 3 – Vertrauen, Zuwendung, Freundschaft, Zärtlichkeit, Liebe
Stufe 2 – Sicherheitsbedürfnisse, Kleidung, Wohnung, Unabhängigkeit
Stufe 1 – physiologische Bedürfnisse: Hunger, Durst, Schlaf, Ruhe, Körperpflege, Schmerzfreiheit

Anhand der Bedürfnis-Pyramide erkennt man mal wieder worauf es ankommt im Leben: Die Gesellschaft kann uns nur soweit beeinflußen und sagen wonach man streben sollte, wie wir es zulassen. Im Endeffekt zählt nur was einen glücklich macht, es gibt Menschen die wollen keinen beruflichen Erfolg und auch keine Familie gründen - der Großteil der Gesellschaft kann diesen Schritt nicht nachvollziehen und das ist auch nicht wichtig, denn wichtig ist nur wonach der Einzelne strebt, wonach man selbst strebt um sich selbst glücklich zu machen. Bei manchen mag das der Glaube und die Religion sein, bei einem anderen würde es sich wiederum um was ganz anderes handeln.

Was wollen sie?

Im Grunde seines Wesens strebt jeder Mensch nach der Befriedigung seiner Bedürfnisse und nach der Veränderung der gegenwärtigen Situation. Sobald ein Mensch ein Ziel erreicht hat, schiebt sich ein neues Bedürfnis in den Vordergrund und er wird danach streben, dieses Ziel zu erreichen. Bedürfnisse weisen immer darauf hin, dass irgendwo ein Mangel besteht, ein Bedürfnis nach etwas Bestimmten. Dieser Mangel aktiviert den Menschen, gibt ihm ein Motiv, diesen Mangelzustand zu beseitigen.

Die meisten Menschen lenken sich selbst in einen Zustand der zwischen der 2. und der 3. Stufe liegt, durch eine Familie wird das Bedürfnis zur Erfüllung der Sicherheit immer stärker und verhindert das Voranschreiten zu den weiteren Stufen. Denken sie an ihre Pupertät zurück, sie haben sich für viele unterschiedliche Dinge interessiert, dafür interessiert was möglich ist. Sie haben Dinge ausprobiert und getestet und ihren Horizont erweitert, das Gefühl von Sicherheit gaben ihnen vermutlich ihre Eltern, sie mussten sich nicht um alltägliche Dinge kümmern, die es nun zu bewältigen gilt.

Was würden sie machen, wenn sie keine Ängste und Sorgen hätten

Schreiben sie nun einmal auf was sie gerne machen würden, ein Brainstorming ihrer Wünsche und Träume, dabei spielen Grenzen keine Rolle. Graben sie tief in ihrem inneren und scheuen sie sich nicht Wünsche aufzuschreiben, die ihnen peinlich sind, ausser ihnen wird niemand diese Liste lesen. Wie wäre es zum Beispiel mit ihrer eigenen Jacht an einem paradiesischen Strand vor Anker zu liegen und dem Rauschen des Meeres zu lauschen. Oder einfach nur ungezwungen mit anderen Menschen reden zu können. Oft machen uns nicht die materiellen Dinge glücklich (auch wenn wir uns das einreden), viele Wünsche können wir uns hier und jetzt erfüllen, wenn wir uns einfach nur trauen. Schreiben sie die Punkte auf die sich glücklich machen, die sie sich irgendwann erfüllen wollen, schreiben sie auch die Dinge auf, von denen sie denken sie niemals erfüllen zu können.

Nun sollten sie eine beachtliche Anzahl an Punkten gefunden haben und ich hoffe es sind auch welche dabei die ungehörig teuer sind. Betrachten sie die Punkte nochmal von oben nach unten, fällt ihnen was auf? Ich vermute 50% können derzeit nicht erfüllt werden, weil sie nur mit viel Geld zu erfüllen sind. Doch was ist mit den anderen 50%?

Was hindert sie daran, es sofort zu tun

Warum können sie sich ihre restlichen Wünsche nicht erfüllen? Liegt es an ihrem Sicherheitsbedürfnis das sie sich nicht trauen, einfach das zu vollziehen was sie gerne machen würden? Haben sie Angst zu scheitern? Würde es ihrem gesellschaftlichen Ansehen schaden? Machen sie sich klar, warum sie sich diesen Wunsch noch nicht erfüllt haben und werden sie aktiv, arbeiten sie an dieser Barriere und erfüllen sie sich ihre Träume.

Lassen sie die Stimmen um sie herum verstummen, dies sind wieder gesellschaftliche Einschränkungen, niemand kann ihnen sagen was sie wirklich glücklich macht, das können sie nur sich selbst und das wissen sie auch. Viel zu oft hören wir aber eher auf andere als auf uns selbst, entweder weil wir dies aus der Kindheit bis heute mitgeschleppt haben, als unsere Eltern für uns sorgten, oder weil wir einfach zu unselbstständig sind, uns nicht trauen auf eigenen Füßen zu stehen.

Schützen sie sich nicht sondern werden sie aktiv

Es bringt sie nicht weiter wenn sie ihr Leben lang ihrem sicherheitsbedürfnis anhängen, damit wird ihnen nie etwas passieren und das in zweierlei Hinsicht: Einerseits leben sie sicher und in ihren Grenzen behütet, andererseits werden sie dadurch aber auch nie etwas anderes erfahren. Schlimmer noch ihre Grenzen werden schrumpfen und sie kontinuierlich einengen, bis sie irgendwann nur noch mit einem Kissen am Fensterbrett sitzen und von ihrem sicheren Platz hinaus in die Welt schauen - ist es das was sie als Jugendlicher wollten? Soll so das Ende aussehen? Sicher nicht!

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Der Weg in die Selbstständigkeit

Posted on in Unternehmen, Business, Ehrgeiz, Unabhängigkeit by Christian Strang

Ich bin jemand der sich sehr stark für die eigene Selbstständigkeit einsetzt und das wird sich auch noch in weiteren Artikeln zeigen. Mir ist natürlich bewußt das es ohne den “Angestellten” nicht geht und natürlich ist nicht jeder für die Selbstständigkeit gemacht, aber ich will die Angst schmälern, die viele der Selbstständigkeit vorausschicken, nach diesem Artikel wird man mit realistischen Ansichten an das Thema Selbstständgkeit herangehen und auch erkannt haben, das der Selbständige keine größeren Risiken hat als der Angestellte; es ist sogar andersrum, jemand der festen Fuss gefasst hat, wird ein sichereres Leben haben als der Angestellte.

Wer ist als Selbstständiger geeignet

Nicht jeder ist für die Selbstständigkeit geeignet und die meisten sind sehr glücklich in ihrem Angestelltenverhältnis. Doch es gibt sicherlich genug Gründe, warum dies nicht so ist: schlechte Bezahlung, geringer Freiraum für eigene Ideen und Kreativität, Risiko der Stellenkürzung, mangelnde Fortbildungsmöglichkeiten, geringe Aufstiegschancen. Was es auch sein mag, es nagt jeden Tag an einem. Die Möglichkeit seine eigene Firma aufzubauen, seine eigenen Ideen und Vorstellungen dort zu verwirklichen sind ein großer Anreiz. Doch bleibt zu unterscheiden zwischen dem Träumer, der einfach kurzzeitig unzufrieden ist und ansonsten in seiner Anstellung ganz glücklich ist und dem Getriebenen, der sich in seiner Anstellung gefangen fühlt und seine Ideen und sein Potential nicht zur Geltung bringen kann.

Wer ist aber nun für die Selbstständigkeit geeignet?

  • Jemand der ein Ziel hat - was soll die Firma anbieten. Ein Produkt? Eine Dienstleistung? Was ist der Nutzen ihrer Firma und vorallem, wird dieser Nutzen gebraucht oder gebraucht werden?
  • Harte Arbeit - Harte Arbeit und viel Arbeit. Sie müssen ihre Arbeit lieben ihre Arbeit muss sie ausfüllen.
  • Stehaufmännchen - Sie müssen mit Rückschlägen umgehen können, sie dürfen nicht aufgeben und müssen ihr Ziel immer vor Augen haben. Bei einem Rückschlag arbeiten sie noch energischer und fühlen sich selbst noch stärker angetrieben als sie es sonst schon ohnehin sind.
  • Papierkram - mit der Selbstständigkeit kommen auch jede Menge neue Pflichten auf sie zu, das bedeutet ein enormer Anwachs an administrativen Arbeiten, die so unmittelbar mit der Arbeit in ihrer Firma nichts zu tun haben.

Warum ist das Risiko geringer

Erstmal ist das Risiko natürlich nicht geringer, denn sie sind im Zugzwang und ihre Firma muss Profit abwerfen, denn ohne diesen Profit stehen sie noch bei Null. In den ersten Monaten verrichten sie also ihre Arbeit ohne Gegenleistung. Dies ist psychologisch sehr kritisch und sie müssen sich selbst sehr gut unter Kontrolle haben, eine gute Ziel-Visualisierung tut ihr übriges dazu, um sie auf Kurs zu halten. Wenn sie aber erstmal festen Boden unter den Füssen habe, also ihre Firma Profit abwirft und sie davon Leben könne, ab diesem Moment haben sie ein geringeres Risiko als ein gewöhnlicher Angestellter. Ob ihr Erfolg ihrer Firma und wie lange dieser andauert hängt von dem Erfolg ihrer Firma ab, wie auch bei den Angestellten, der Vorteil bei ihnen liegt auf der Hand: Sie haben es selbst in der Hand wie erfolgreich ihre Firma läuft und sind nicht abhängig von Entscheidungen dritter.

Langsam rantasten

Wenn sie festgestellt haben, das sie für die Selbstständigkeit gemacht sind und einen Traum haben, den sie verwirklichen wollen, dann sollten sie vor dem Start das Für und Wider abwägen. Überstürzen sie nichts, indem sie ihren Job einfach kündigen, sondern lassen sie beides nebeneinander laufen. Tagsüber arbeiten sie in ihrem Job und nach der Arbeit widmen sie sich ihrer eigenen Firma, die es zu diesem Zeitpunkt natürlich erst in ihrem Kopf gibt. Arbeiten sie so als würde diese Firma schon existieren, damit simulieren sie eine Real-Situation und stellen hautnah fest, ob sie wirklich der Richtige dafür sind. Sollten sie zu diesem Zeitpunkt scheitern, haben sie bisher nichts verloren ausser ein paar Wochen ohne das abendliche Fernsehprogramm.

Das schlimmste was sie machen können, ist direkt ihren Job zu kündigen. Die meisten Starter-Firmen brauchen auch so schon mindestens 6 Monate um überhaupt ins Gespräch zu kommen, bei ihnen wird es nicht anders sein. Haben sie genug Geld angespart um in der mageren Zeit über die Runden zu kommen? Können sie von diesem Geld mindestens 8 Monate ihre Miete und ihr Essen zahlen und auch ihre sonstigen Bedürfnisse finanzieren? Visualisieren sie sich, wie die kommenden Monate aussehen werden. Haben sie eine Familie? Dann überlegen sie, woher sie ihr Geld bekommen. Ja überlegen sie auch was passiert wenn sie scheitern, nachdem sie ihren Job gekündigt haben. Selbstständigkeit bedeutet Druck und sie sollten sich so früh wie möglich mit diesem Druck auseinandersetzen. Basteln sie Notfallpläne, was machen sie wenn dieses oder jenes Szenario eintrifft.

Eine Familie zu haben ist übrigens kein Grund sich nicht selbsständig zu machen, es ist aber ein Grund um sich doppelt und dreifach soviele Notfallpläne anzulegen. Egal was passiert, ihrer Familie muss es gut gehen, sichern sie sich ab und sie werden ihre Firma starten können, ohne plagende Gedanken im Hinterkopf was alles passieren könnte wenn sie scheitern.

In anderen Dimensionen denken

Wer lange Zeit als Angestellter gearbeitet hat, dem wird es anfangs schwerfallen in diesen neuen Dimensionen zu denken. Als erstes sind sie nun der Chef, sie können entscheiden wann sie frei haben, wie lange und wieviel sie arbeiten. In der Regel werden sie aber mehr arbeiten als vorher, in der Regel macht ihnen das aber als Selbstständiger auch nichts mehr aus, sie lieben das was sie tun und vorallem bekommen sie für jede Stunde zusätzlicher Arbeit auch einen zusätzlichen Verdient.

Vorallem was das Geld angeht müssen sie anfangen in neuen Dimensionen zu denken. Sie bekommen nun nicht mehr jeden Monat einen Scheck mit einer festen Summe, sondern Geld nach Leistung, umso erfolgreicher sie sind, desto mehr ist dies. Leider heißt dies auch meistens, das man erstmal weniger verdient als vorher. Man muss sich wieder hocharbeiten, aber mit harter Arbeit und Zielstrebigkeit ist dies durchaus zu schaffen.

Den entscheidenden Schritt wagen

Planung ist eine Sache, handeln eine andere. Natürlich sollten sie auf Nummer sicher gehen und sich für alle möglichen Szenarien absichern, doch lassen sie die Planung nicht ins endlose gehen, denn alle Risiken können sie nicht vorhersagen. Wenn sie sich nicht sicher sind das sie es schaffen, sind sie vielleicht nicht der Typ dafür. Das soll sie aber nicht abwerten - es gibt Menschen die sind einfach nicht für die Selbstständigkeit gemacht und wollen das innerlich auch garnicht, die endlose Planung ist vermutlich nur eine andere Ausdrucksform dafür.

Für alle anderen gilt: Konzentrieren sie sich auf ihr Ziel, arbeiten sie neben ihrem normalen Job auf ihre Selbstständigkeit hin, sichern sie sich mit Notfallplänen ab und ziehen sie es durch, sobald sie soweit sind. Mit harter Arbeit und Zielstrebigkeit werden sie sicher Erfolg haben.

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